Die Zukunft mit dem Haushaltsroboter

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Die Zukunft mit dem Haushaltsroboter

Derzeit finden sich Roboter im Haushalt oft als Staubsauger-Roboter in Wohnzimmern, oder als Rasenmähroboter im Garten, und nehmen uns fast stumm diese zeitraubende Arbeit ab. Als etwa zur Jahrtausendwende erste Haushaltsroboter den Markt eroberten, waren angefahrene Stuhlbeine, Treppenstürze und leergesaugte Katzenklos noch tägliches Übel. Die heutigen innovativen Modelle sind jedoch in jeder Hinsicht smarter.

Haushaltsroboter – Vom Staubsauger zum Familienmitglied?

Roboter sind in der industriellen Produktion bereits seit geraumer Zeit im Einsatz. Inzwischen arbeiten Mensch und Roboter wie ein eingespieltes Team. Für den nächsten weiterführenden Schritt, welcher den Haushaltsroboter in dein privates Zuhause integriert, kann es bald so weit sein.

Bislang sind Roboter im Haushalt noch Nischenprodukte

Neueste Roboter für deinen privaten Gebrauch verfügen heute unter anderem über spezielle Bodendetektoren, also Sensoren innerhalb ihrer Laufräder sowie über eine Kamera, damit sie stets neue Karten in Echtzeit von ihrer Umgebung erstellen können. Seine eigene Position stellt die innovative Scheibe dabei durch bestimmte Orientierungspunkte fest.

Haushaltsroboter arbeiten

Werden Menschen und Haushaltroboter in Zukunft Hand in Hand arbeiten?

Die Bodensensoren können dadurch erkennen, ob der Haushaltsroboter gerade über einen glatten Boden oder einen Teppich gleitet. Du kannst diese Art Roboter sogar über dein Smartphone steuern – zum Beispiel von wann bis wann gearbeitet werden soll.

Glücklicherweise bleibt für beide Seiten noch etwas Zeit, damit sich Menschen wie Roboter an diese neue Vorstellung gewöhnen können. Haushaltsroboter sind derzeit noch hoch spezialisiert, ihre Vielseitigkeit nimmt jedoch deutlich zu.

Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts CloPeMa wurde ein Modell entwickelt, der in der Lage ist Wäsche zu falten und nach Jeans, T-Shirts und Pullover zu sortieren. Im Moment befindet sich die Forschung zum Thema Service-Robotik auf einer Entdeckungsreise.

Haushaltsroboter

Auch die Bewegungen der Roboter werden immer realistischer.

Roboter verfügen auch über Feinmotorik

Wichtige Impulse, die das zukünftige gemeinsame Wirken von Roboter und Mensch erleichtern und sicher machen, haben ihren Ursprung in der Industrie. Dort sind Roboter bereits seit den 1960er Jahren im Einsatz und waren von Käfigen umgeben. Die damaligen Stahl-Ungetüme waren noch recht unsensibel und dumm.

Mittlerweile arbeiten Roboter und Mensch deutlich enger zusammen. Unzählige Sensoren überwachen die Umgebung und stoppen sofort, falls der Sicherheitsabstand zu gering wird.

Am Frauenhofer Institut wurde bereits eine höchst sensible und weiche Sensorenhaut entwickelt, die ganz engen Kontakt zu Robotern ermöglicht. Die Sensoren messen und registrieren den elektrischen Widerstand, welcher beim Kontakt zu Menschen variiert. Bereits die kleinste Berührung der Fingerspitze lässt sich spüren.



Haushaltsroboter können deshalb schon ziemlich gut Türen öffnen und sogar deinen Kühlschrank ausräumen. Während in Labors oder Hallen eine klare Struktur herrscht, ist ein Haushalt oft pures Chaos. Besonders dann, wenn Kinder herumtoben, Spielzeug und Schultaschen herumliegen und/oder Möbel zeitweise umgestellt werden.

Wichtigster Aspekt – die Fähigkeit Neues zu erlernen

Wichtige Voraussetzung für ein angenehmes Miteinander ist somit bei einem Roboter im Haushalt die Fähigkeit Neues zu erlernen. Die Vision lautet: Roboter sollen aus bereits gemachten Erfahrungen, wie wir Menschen auch, lernen.

Dies soll deshalb gelingen, weil die Verbindungen zwischen programmierten Anweisungen und ansteigendem Wissen stets passgenau verändert werden. So erkennen Haushaltsroboter eine Tasse aufgrund ihrer Optik und können exakt zufassen, ohne sie fallen zu lassen oder zu zerstören.

Haustierroboter

Auch Haustier-Roboter werden bereits entwickelt und verbessert. Für mich persönlich wäre das jedoch nichts.

So kann zum Beispiel der Roboter JIBO einzelne Familienangehörige an ihren Gesichtern sowie Stimme erkennen. Dieses Modell wiegt 2,7 Kilogramm und ist 28 Zentimeter hoch. Vielleicht kann JIBO bald als Familienfotograf eingesetzt werden.

Ein anderes Beispiel ist der Roboter NAO und der humanoide Roboter PEPPER. Letzterer ist ein autonomer und interaktiver Service-Roboter, der für professionellen Gebrauch von Aldebaran Robotics Softbank entwickelt wurde.

Roboter als intelligente Familienmitglieder

Als weitere Funktion wäre unter anderem das Erkennen menschlicher Gewohnheitsmuster und grundlegender Emotionen denkbar. Mittels jeder Wiederholung wird der Roboter letztendlich sicherer und kann seine Bewegungen verfeinern. 

Haushaltsroboter könnten zukünftig zu höchst praktischen und intelligenten Werkzeugen werden, die du nach deinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen adaptieren/bestücken kannst.

Ein Roboter für die persönliche Nutzung könnte, ähnlich wie das Smartphone, als Basisversion auf den Markt kommen. Ein beweglicher Korpus, mobil und mit zwei Armen sowie einem Kopf, bedienbar mit wenigen Anweisungen – selbst von Senioren und Kinder gut zu beherrschen. Erweiterungen durch Programme und Apps lassen sich individuell hinzufügen.

Bis dahin werden allerdings noch Jahre vergehen. Halbwegs flexible, modular erweiterbare und lernende Haushaltsroboter sind derzeit noch sehr teuer. Somit bleiben vorerst die fleißigen Scheiben, die ihre Aufgabe als Staubsauger erfüllen.

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